Vor über 200 Jahren legt der Porzellanmaler Carolus Magnus Hutschenreuther den Grundstein für die Geschichte von Hutschenreuther Porzellan. Seit er im Jahr 1814 in Nordostbayern die gleichnamige Porzellanfabrik gründet, ist das Unternehmen am deutschen Markt präsent. Die etablierte Traditionsmarke Hutschenreuther bietet Geschirrkollektionen und Geschenkeartikel für Porzellanliebhaber an. Dabei sind vor allem das „Blaue Zwiebelmuster“ und die Sammelartikel zu Ostern und Weihnachten der breiten Öffentlichkeit bekannt.

  • Lots of Dots

  • Ann Marie

  • Baronesse

Seit der letzten Jahrtausendwende gehört Hutschenreuther dem großen Rosenthal-Unternehmen an. Der Porzellanriese übernimmt im Jahr 2000 die Porzellanfabrik und das Werk B in Selb, doch werden die Kollektionen und Artikel weiter unter dem Traditionsnamen Hutschenreuther angeboten. Seit 2014 präsentiert Hutschenreuther sowohl neue Kollektionen als auch den neuen Löwen im Firmenlogo. Er steht für Moderne und Tradition – dem Credo des Unternehmens.

 Die Kollektionen:

Auslaufserie – Ann Marie ist ein verspieltes, fantasievolles und dennoch zeitgemäßes Service.

Baronesse – der Klassiker einer lebensfrohen und romantischen Epoche.

Blau Zwiebelmuster

Heute verbinden wir mit Hutschenreuther das Dekor Blau Zwiebelmuster.

Maria Theresia

Für die klassischen Momente im Leben: das begehrte Service Maria Theresia.

Medley

Das stilvolle Dekor Medley auf der klassischen Form Maria Theresia ermöglicht kreative Tischinszenierungen.

Medley Alfabia

Das Service vermittelt das Gefühl des Genießens wie auf einer schönen alten Finca.

Blaue Leidenschaft

Mit der Jubiläumskollektion feiert die Hutschenreuther Tradition und Moderne, Geschichte und Gegenwart, Altes und Neues.

Porcelain Bags

Die Form der Porzellan-Geschenkeserie ist der Herstellung von Papierverpackungen und Stofftaschen nachempfunden.

Lots of Dots

Lots of Dots bietet das perfekte Geschirr für Ihre Frühstücks-, Tee- und Kaffeetafel.

Lots of Stripes

Streifen und Karos und Flora und Fauna setzen die Kollektion in Szene.

Ostern

Hutschenreuther Green Garden

Die limitierten Sammelartikel zur Osterzeit sind sehr beliebt.

Der Hutschenreuther Märchenwald bietet Ihnen eine modern-romantische Weihnachtswinterwelt.

Der Hutschenreuther Märchenwald bietet Ihnen eine modern-romantische Weihnachtswinterwelt.

Auch im Jahr 2016 überrrascht Hutschenreuther mit den Ole Winther Wintereditionen.

Die Sammelserie Weihnachtslieder verbildlicht in aufwändiger und figürlicher Weise bekannte Weihnachtsklassiker.

Festliche Geschenkartikel finden Sie in den stilvollen Hutschenreuther Weinachtsleckereien.

Winterromantik zaubert festliche Stimmung auf den Tisch und ist genau die richtige Wahl für die Adventszeit.

Hutschenreuther Geschichte im Überblick:

1814

Gründung des Unternehmens in Hohenberg durch Carolus Magnus Hutschenreuther

1822

Die C. M. Hutschenreuther Porzellanfabrik in Hohenberg an der Eger entsteht

1845

Tod von Carolus Magnus Hutschenreuther – das Unternehmen wird fortan von seiner Frau Johanna und ihren Söhne Lorenz und Christian geführt

1857

Lorenz Hutschenreuther gründet seine eigene Porzellanfabrik in Selb

1902

Die Firma von Lorenz Hutschenreuther wird in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und firmiert fortan als Porzellanfabrik Lorenz Hutschenreuther AG Selb.

1906

Die Lorenz Hutschenreuther AG Selb expandiert und erwirbt in den Folgejahren die Porzellanfabrik Jäger, Werner & Co., die Porzellanfabrik Paul Müller, die Porzellanfabriken Tirschenreuth und Gebrüder Bauscher in Weiden in der Oberpfalz und 1928 die Porzellanfabrik Königszelt.

1969

Die beiden Porzellanfabriken verschmelzen zu der Hutschenreuther AG Selb.

2000

Die Rosenthal AG in Selb übernimmt die Marke Hutschenreuther

2014

200-jähriges Jubiläum von Hutschenreuther in 2014

 Gründung im 19. Jahrhundert

Im Jahr 1814 gründet der erst 20-jährige Carolus Magnus Hutschenreuther die Porzellanfabrik Hutschenreuther. In Nordostbayern, in Hohenberg, legt er den Grundstein für den Erfolg der heutigen Traditionsmarke. Das Geschäft beginnt zunächst mit dem Bemalen von weißem Porzellan, erst im Laufe der Jahre, als viele administrative und bürokratische Hindernisse überwunden sind, startet die Produktion. Porzellanartikel wie Pfeifenköpfe, Türkenbecher und Ähnliches werden fortan bis nach Ostbayern und in das Bäderdreieck in Westböhmen verkauft.

 Die Anfänge unter Carolus Magnus Hutschenreuther

Im Jahr 1816 heiratet Carolus Magnus Hutschenreuther seine Frau Johanna Maria Barbara Reuß. Dieser Ehe entstammen die Söhne Lorenz (geboren 1817) und Christian Hutschenreuther (geboren 1818). In Hohenberg, wo bis heute die Porzellanfabrik C. M. Hutschenreuther steht, erwirbt die Familie Grundstück und Gebäude für die Hutschenreuther Porzellanfabrik. Zu Beginn gilt es, mit wenigen Mitteln einen Brennofen zu errichten und Mitarbeiter anzulernen. Den Geschichtsbüchern nach hat Carolus Magnus Hutschenreuther die Beaufsichtigung dieser Aufgaben alle selbst übernommen, um das Wissen der Vorgänge bei sich zu bündeln. Auch die Überwachung der Brennvorgänge soll C. M. Hutschenreuther in dieser Zeit selbst durchgeführt haben.

Unter diesen Arbeitsbedingungen ist es nicht verwunderlich, dass die Porzellanfabrikation in Hohenberg in der Anfangszeit nur wenig Gewinn bringt. Erst mit der Errichtung eines weiteren Brennofens, der Bau einer größeren Massemühle an der Eger (1841) und der Beschäftigung weiterer Mitarbeiter sichert Hutschenreuther den entscheidenden finanziellen und technischen Durchbruch.

 Zweite Hutschenreuther Porzellanfabrik

Mit dem Tod von Carolus Magnus Hutschenreuther geht das Unternehmen 1845 in den Besitz seiner Frau Johanna und ihrer Söhne Lorenz und Christian über. Besonders Lorenz Hutschenreuther versucht, in dem Unternehmen neue Akzente zu setzen, doch seine Bemühungen finden im Kreis der Familie keine Unterstützung. Schon bald verlässt Lorenz Hutschenreuther das Unternehmen und gründet seine eigene Porzellanfabrik. In Selb kauft er mit seinem Erbteil die Ludwigsmühle und startet dort im März 1859 mit rund 50 Arbeitern in die Produktion. Die neue Hutschenreuther Porzellanfabrik in Selb verfügt neben einem Brennofen auch über eine Dampfmaschine und Wasserkraft. Schnell werden die Masserezepte optimiert und Lorenz Hutschenreuther kann seine verbesserten Musterstücke auf der Leipziger Messe 1860 ausstellen.

In den folgenden Jahren entstehen weitere Brennöfen, der Dekorbetrieb wird erweitert und feine Tafelservice produziert. Ab 1870 werden die produzierten Porzellane mit dem Monogramm „L. HR.“ geprägt. 1877 zieht sich Lorenz Hutschenreuther aus gesundheitlichen Gründen aus dem Unternehmen zurück und übergibt den Familienbetrieb an seine beiden Söhne Viktor und Eugen sowie Hans Papst, der bereits seit 1864 Teilhaber ist.

 Entwicklung der Lorenz Hutschenreuther Porzellanfabrik

1880 beginnt die Zusammenarbeit zwischen der Lorenz Hutschenreuther Porzellanfabrik und Leopold Gmelin. Diese Zusammenarbeit wird 1882 mit der Goldmedaille auf der Gewerbeausstellung in Nürnberg gekrönt. 1902 wird die Firma in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und firmiert fortan als Porzellanfabrik Lorenz Hutschenreuther AG Selb. Ab 1906 expandiert die AG und erwirbt die Porzellanfabrik Jäger, Werner & Co. und 1917 die Porzellanfabrik Paul Müller. Weiterhin werden 1927 die Porzellanfabriken Tirschenreuth und Gebrüder Bauscher in Weiden in der Oberpfalz und 1928 die Porzellanfabrik Königszelt angegliedert.

In den 1930er Jahren wird Max Adolf Pfeifer künstlerischer und technischer Berater bei Hutschenreuther. Er bringt bedeutende zeitgenössische Bildhauer wie Paul Scheurich, Max Esser und Emil Paul Börner zu der Porzellanfabrik. Es entstehen neue Arbeiten mit immer neuen Impulsen. Was folgt, ist die Zeit des Zweiten Weltkrieges und der damit verbundene Produktionsstopp. Erst 1946 läuft in den westlichen Betrieben des Unternehmens die Produktion mit kleinen Programmen wieder an. Ab Ende der 1950er Jahre werden zunehmend freie Künstler an das Unternehmen gebunden, die von Hans Achtziger, dem Leiter der Kunstabteilung und des Ateliers für Formengestaltung, betreut werden. Mit dem Erwerb der Aktienmehrheit der Porzellanfabrik C. M. Hutschenreuther in Hohenberg wird diese 1969 in die Lorenz Hutschenreuther AG eingefügt. Beide Unternehmen firmieren fortan als Hutschenreuther AG.

 Übernahme durch Rosenthal

In den 1990er Jahren verkauft die Hutschenreuther AG ihre Produktion von Haushaltsporzellan sowie die eigene Marke an Winterling. Wenige Jahre später, im Jahr 2000, ist der erneute Verkauf der traditionsreichen Porzellanmarke Hutschenreuther perfekt. Die Rosenthal AG in Selb übernimmt die Marke, doch werden die Kollektionen und Artikel weiter unter dem Traditionsnamen Hutschenreuther angeboten.

Heute befindet sich in den Räumlichkeiten – der 1814 gründeten Hutschenreuther Porzellanfabrik – das Deutsche Porzellanmuseum, eine Abteilung des Porzellanikons (mit den Standorten Hohenberg an der Eger und Selb). Mit der Traditionsmarke Hutschenreuther verbinden wir nunmehr das Dekor Blau Zwiebelmuster, die zeitlose Form Maria Theresia und die limitierten Sammelartikel zu Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Hutschenreuther zeigt sich zeitgemäß und modern, ohne auf Beständigkeit und Tradition zu verzichten.

Quellen

Hutschenreuther, www.rosenthal.de/de/cms/marke/hutschenreuther/
Wikipedia, de.wikipedia.org/wiki/Rosenthal_(Unternehmen)
Wikipedia, de.wikipedia.org/wiki/Carolus_Magnus_Hutschenreuther
Wikipedia, de.wikipedia.org/wiki/Lorenz_Hutschenreuther#Porzellanfabrik_Lorenz_Hutschenreuther
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