Rosenthal ist einer der bekanntesten Anbieter von Porzellan, Glaswaren und Dekorationsartikeln. Seit mehr als 130 Jahren bietet das Unternehmen Qualitätsprodukte zum Kauf an und kann auf große Erfolge zurückblicken. Die Marken Selection, früher bekannt als Tradition und Classic, studio-line und Rosenthal meets Versace sind Klassiker der Porzellangeschichte und heben sich bewusst von der Konkurrenz ab. Die Produkte überzeugen durch hochwertige Qualität, schöne Formen und klassischen Charme.

Schon früh zählte das bayrische Unternehmen zu den Manufakturen, die vor allem mit Geschirr den Zeitgeist der Kultur treffen. Den Erfolg teilt Rosenthal mit den zahlreichen Designern, die im Laufe der Jahrzehnte an stilvollen Kreationen gearbeitet haben. Dorothy Hafner, Günter Grass und Friedensreich Hundertwasser sind wohl die bekanntesten Vertreter. Insgesamt haben wohl 1.000 Künstler, Architekten und prominente Persönlichkeiten an hochwertigem Porzellan, Glaswaren und anderen Artikeln gearbeitet. Angefangen hat alles ganz klein im Jahr 1879.

Das Bone China Porzellan steht für hohe Qualität und anspruchsvolles Handwerk.

Dank des zurückhaltenden Designs lässt Culture viel Raum für Dekoration.

Eine zeitlose Form lässt das Porzellan Curve strahlen – gestern wie heute.

Königliche Eleganz bringt die Serie Francis Sheherazade auf Ihren Tisch.

Das feine Bone China Geschirr verbindet Ästhetik, Tradition und Qualität miteinander.

Bereits seit 1916 ist das formschöne Service Maria Teil der Rosenthal Tischkultur.

Ein feines Gitterrelief ziert die vielseitig kombinierbare Kollektion.

Mesh Colours

Die Eigenkreation aus dem Hause Rosenthal überzeugt mit drei speziellen Farbglasuren.

Auslaufserie – Monbijou, das „Schmuckstück“, orientiert sich am Neobarock.

Nendoo

Die Serie Nendoo erscheint naturverbunden, zugleich auch elegant und modern.

Das spezielle Tischgedeck wurde von Friedrich dem Große in Auftrag gegeben.

Sixth Sense

Mit Sixth Sense belebt Rosenthal mit einer innovativen Gourmet-Cloche den Markt.

Yono Novo

Das Service der Rosenthal Selection folgt der Design-Devise „form follows function“.

  Rosenthal studio-line:

Auslaufserie – Das Geschirr erinnert an das Design der 50er und 60er Jahre.

Entdecken Sie vielfältige Vasenkollektion in der „Flower up your life“ Kampagne.

Das Jubiläumsporzellan zum 125-jährigen Bestehen von Rosenthal.

Der starke Charakter der Serie Landscape bringt den Orient auf den Tisch.

Die puristische Form des Geschirrs ist eine Hommage an Schönheit und Eleganz.

Papyrus

Durch greifbare Strukturen unterscheidet sich Papyrus von anderen Serien.

Eines der gefragtesten Services der Rosenthal Kollektion studio-line ist Suomi.

Bereits in den 60er Jahren legte Walter Gropius den Grundstein für Tac.

Die italienische Designerin Federica Capitani entwarf das Service Cha.

Auslaufserie – Das Teeservice zeichnet sich durch schlichte Eleganz und präzise Formen aus.

Zauberflöte

Ein prunkvolles Service mit hohem Wiedererkennungswert – das ist Zauberflöte.

 Rosenthal meets Versace:

Arabesque

Rosenthal Porzellan Versace Arabesque Gold

Die Porzellanserie ist klassisch, elegant und in Form und Design unverwechselbar.

Asian Dream

Rosenthal Porzellan Versace Asian Dream

Der rote Drache steht im Zeichen der fernöstlich angehauchten Porzellanserie.

Barocco

Rosenthal Markenwelt Rosenthal meets Versace

Das Service erinnert mit filigranen Akanthusmotiven an die glamouröse Barockzeit.

Die Serie blickt auf die Zeit der Antike zurück und erinnert an die Wurzeln von Versace.

Le Grand Divertissement

Rosenthal Porzellan Versace Le Grand Divertissement

Das opulente Geschirr ist dem französischen König Ludwig XIV gewidmet.

Le Jardin de Versace

Rosenthal Porzellan Versace Le Jardin de Versace

Eine idyllische Gartenlandschaft fängt die Kollektion Le Jardin de Versace ein.

Les Rêves Byzantins

Rosenthal Porzellan Versace Les Reves Byzantins

Märchenhafte Elemente und zeitlose Schönheit prägen das Service Les Rêves Byzantins.

Les Trésors de la Mer

Rosenthal Porzellan Versace Les Trésors de la Mer

Freunde der mythologischen Wasserwelt finden ihr neues Lieblingsporzellan.

Medusa

Den Beginn der Markenwelt Rosenthal meets Versace besiegelte das Service Medusa.

Prestige Gala

Rosenthal Markenwelt Rosenthal meets Versace

Prunkvoll, imposant, edel – Prestige Gala ist eine der auffälligsten Kollektionen von Versace.

Vanity

Rosenthal Porzellan Versace Vanity

Vanity ist das bekannteste Motiv von Versace – ein Originalentwurf von Gianni Versace.

 Rosenthal Geschichte im Überblick:

1879

Gründung des Unternehmens durch Philipp Rosenthal in Schloss Erkersreuth

1897

Beginn der eigenen Porzellanfertigung

1900

Erste Teilnahme an einer Weltausstellung (Paris)

1916

Einführung des Service Maria, das bis heute mehr als 200-mal verziert wurde

1934

Philipp Rosenthal sen. scheidet aus dem Unternehmen aus

1950

Philipp Rosenthal jun. tritt als Werbeleiter in das Rosenthal Unternehmen ein

1960

Das erste Rosenthal Studio-Haus in Nürnberg eröffnet

1961

Rosenthal studio-line wird als Designmarke eingetragen

1992

Beginn der Zusammenarbeit zwischen Rosenthal und Versace

1995

Eine Studie des Verlagshauses Gruner+Jahr ergibt, dass Rosenthal die bekannteste deutsche Porzellanmarke ist

2004

Das Unternehmen Rosenthal feiert 125-jähriges Firmenjubiläum

2009

Übernahme von Rosenthal durch Sambonet Paderno

 Gründung Ende des 19. Jahrhunderts

Im Jahr 1879 als Einmannbetrieb gestartet, zählt Rosenthal heute zu einem der führenden Anbieter im Bereich Tischkultur, Einrichtung und Accessoires. Philipp Rosenthal ist Gründer des erfolgreichen Unternehmens. Mit 24 Jahren legt er in Schloss Erkersreuth mit seiner „Werkstatt für Porzellanmalerei“ den Grundstein des Erfolges. Unterstützt wird er zunächst von einem Maler und seiner ersten Ehefrau Maria, die das Weißporzellan der Firma Hutschenreuther verzieren. Mit der Ascheschale „Ruheplätzchen für brennende Cigarren“ erzielt Rosenthal 1886 den ersten großen Verkaufserfolg. Als Fabrikant Lorenz Hutschenreuther merkt, dass Rosenthal mit seiner Porzellanmalerei neue Impulse setzt und die Nachfrage nach den Produkten steigt, endet die Zusammenarbeit. Auch andere Porzellanhersteller wollen ihm keine Rohware mehr liefern und sein Unternehmen steht vor einer großen Herausforderung. Als Konsequenz beginnt Rosenthal im Jahre 1891 mit der eigenen Porzellanfertigung. Es entstehen Service, wie das im Verlauf der Unternehmensgeschichte vielfach verzierte Empire.

 Erste Erfolge

Im Jahr 1894 erhält Rosenthal die Lizenz, das von Karl Bayreuther geschaffene Porzellan Sanssouci, das Tischgedeck nach Ideen von Friedrich dem Großen, als einziger Fabrikant originalgetreu herzustellen. Bis heute ist das Service im Angebot von Rosenthal. 1897 wechselt der Firmensitz nach Selb, wo bereits 60 Angestellte an Porzellanwaren arbeiten. Durch Neugründungen und Ankäufe erweitert sich das Unternehmen, sodass kurze Zeit später die Philipp Rosenthal & Co. AG mit einer Belegschaft von 200 Personen entsteht. An zwei Brennöfen wird zunächst Geschirr produziert. „Gebrauchs- und Luxusgeschirre aller Art aus Porzellan, weiß oder farbig, auch vergoldet, versilbert oder sonst wie dekoriert“. So heißt es im 1892 aufgesetzten Warenverzeichnis, das der Vorbereitung auf die Firmengründung dient. Im Jahr 1900 nimmt Rosenthal erstmalig an einer großen Weltausstellung teil – in Paris. Auf insgesamt 216 Hektar Ausstellungsfläche präsentiert das Unternehmen seine Produkte. Das ebnet den Weg für die Teilnahme an Weltausstellungen in St. Louis, Mailand, Seattle und San Francisco.

 Die Anfänge des 20. Jahrhunderts

Im Jahre 1900 gründet Philip Rosenthal die Elektrotechnikabteilung „E“. Dort lässt er Isolatoren produzieren, die die Produktpalette des Unternehmens erweitern. Die Elektrokeramik ist stark gefragt und verzeichnet bis 1910 bereits eine Million Mark Umsatz. Die Anzahl der Brennöfen nimmt rapide zu, sodass 1912 neun Rundöfen allein für die Isolatorenproduktion im Einsatz sind. Mit Beginn des Ersten Weltkrieges gehen die Umsätze deutlich zurück, doch nach Kriegsende 1918 kannn Rosenthal wieder Erfolge verzeichnen. Ab 1920 beginnt der Bau neuer Gebäude für Verwaltung und Prüffeld, das nach jahrlanger Weiterentwicklung für Spannungen bis zu 500 kV ausgelegt ist. Es folgt 1921 ein Vertragsabschluss zwischen der Rosenthal AG und dem Unternehmen A.E.G., der eine Zusammenarbeit von 80 Jahren vereinbart.

Auch die Geschirrabteilung überrascht mit neuen Serien. 1903 kommt die Porzellanserie Botticelli auf den Markt. Das Geschirr ist ein Jugendstilservice mit erstaunlicher Formqualität. Designer ist Peter Behrens, der anschließend zusammen mit Philipp Rosenthal das Tischset Donatello entwirft. Es folgen die Service Isolde, Rosalinde und Lu, die alle Frauennamen tragen. Mit Maria, benannt nach Rosenthals zweiter Frau, gelingt dem Unternehmen im Jahr 1913 ein großer Erfolg. Bis heute zählt das Service zu den beliebtesten Porzellanserien.
Auf dem internationalen Markt bemerkt man Rosenthal ab 1908. Das Porzellan nach Entwürfen moderner Künstler, wie Henry Moore, Salvador Dali und Friedensreich Hundertwasser, ist über die Landesgrenzen hinaus gefragt. Im selben Jahr kauft Rosenthal die Porzellanmanufaktur Thomas in Marktredwitz. 1910 gründet das Unternehmen die Kunstabteilung für Zierporzellan. Mit der Figur Eros von Richard Aigner gelingt ein weiterer Markterfolg. 1917 übernimmt Rosenthal die Porzellanfabrik Zeidler & Co. und das das erste eigene Verkaufsgeschäft öffnet am Berliner Kemperplatz. 1921 übernimmt Rosenthal die Krister Porzellan-Manufaktur, die 1971 endgültig verloren geht.

 Die NS-Zeit

Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten muss der jüdischstämmige Gründer Philipp Rosenthal sein Unternehmen 1934 verlassen. Der Vorstand und Aufsichtsrat des Unternehmens arbeiten auf Druck des NS-Regimes gegen ihn und verweigern ihm die Regelung seiner Nachfolge. Rosenthal will seinem Stiefsohn Udo Franck Rosenthal seine Aufgaben übertragen, doch seine Enkel aus erster Ehe und der Vorstand lassen ihn vor Gericht entmündigen. Der 80-Jährige verlässt Deutschland und emigriert mit seiner zweiten Frau Maria und dem gemeinsamen Sohn Philipp nach England. Mit seinem Tod im Jahr 1937 ist der Weg für seine Enkel und den antisemitisch agierenden Vorstand frei. Während der betriebsinternen Rangeleien war es den Machthabern jederzeit wichtig, dass nichts davon an die Öffentlichkeit gelangt, um die Geschäfte des Unternehmens nicht zu gefährden.

Im Jahr 1936 ermöglicht der Kauf der Porzellanfabriken in Waldershof sowie Thomas in Weidenberg-Sophienthal die geplante Expansion. 1939 wandelt sich das Unternehmen zur Rosenthal Porzellan AG und gründet die Rosenthal Isolatoren GmbH (RIG) mit Standorten in Erkersreuth bei Selb und Hennigsdorf bei Berlin. 1941 kommt es zu Namensstreitigkeiten, da die „Verordnung über Firmen von entjudeten Gewerbebetrieben“ vorsieht, dass das Unternehmen umbenannt wird. Die neue Geschäftsführung erhebt mit Unterstützung des Propagandaministers Joseph Goebbels jedoch Einspruch und erhält eine Ausnahmegenehmigung. Über mehrere Etappen und Umstrukturierungen entsteht der heutige Betrieb unter dem Namen Rosenthal.

Mit der Rückkehr von Philip Rosenthal jr. nach Deutschland, und seinem Einsatz als Werbeleiter, erobert das Unternehmen im Jahr 1950 die Pionierrolle im modernen Produktdesign. Raymond Loewy, Tapio Wirkkala und Luigi Colani sind nur einige Namen der Industriedesigner, die diesen Erfolg möglich machen. Es entstehen viele Produkte, die noch heute als Klassiker gelten, wie die Besteckserie Taille.

 Ende des 20. Jahrhunderts

1960 eröffnet in Nürnberg das erste Studio-Haus – ein Einzelhandelsgeschäft der Rosenthal GmbH. Das Angebot umfasst eigene Marken, angereichert von Produkten designorientierter Hersteller. Der Standort in Nürnberg ist mittlerweile geschlossen, dafür bieten Studio-Häuser in Berlin, Dortmund, Mannheim und München Kunstobjekte, Geschirr, Besteck und Vasen zum Kauf an. Die Rosenthal AG (offizieller Name seit 1969) bringt Ende der 60er Jahre das von Walter Gropius entworfene Teeservice TAC auf den Markt. Das formschöne Geschirr ist Teil der studio-line und wird sehr erfolgreich. Mit dem Design-Klassiker Soumi von Timo Sarpaneva, der limitierten Kunstreihe Onda costrutta von Marcello Morandini und der Zusammenarbeit mit Gianni Versace gelingen Rosenthal weitere Meilensteine in der Firmengeschichte. Einer Studie des Verlagshauses Gruner + Jahr folgend, ist Rosenthal im Jahr 1995 die bekannteste Porzellanmarke in Deutschland.
Doch der Erfolg währt nicht ewig und mit Ende des 20. Jahrhunderts rutscht die deutsche Porzellanindustrie in die Krise. Die veränderte Tischkultur, Billigimporte aus dem Ausland und hohe Rohstoffpreise sind die Gründe hinter der Not. Rosenthal trifft es besonders hart und das Unternehmen droht zu zerbrechen. Da kommt Hilfe aus dem irischen Waterford und der Porzellanhersteller Waterford Wedgwood übernimmt mit 90 Prozent die Mehrheit an der Rosenthal AG. Gemeinsam mit dem Unternehmen ist Rosenthal Weltmarktführer für hochwertiges Porzellan und Kristallglas.

 Anfang des 21. Jahrhunderts bis heute

Kurz nach der Jahrtausendwende übernimmt Rosenthal die Porzellanfabrik Hutschenreuther und das Hutschenreuther-Werk B in Selb. Zum 125. Jubiläum im Jahr 2004 eröffnet das Rosenthal Museum in Selb-Plößberg. 25.000 Exponate des kreativen Schaffens von Designern und Künstlern der Rosenthal-Geschichte sind dort zu sehen.
Ab dem Sommer 2008 sucht Waterford Wedgwood einen Käufer für die Anteile an der Rosenthal AG. Als sich bis zum Januar 2009 kein Interessent findet, schlittern beide Unternehmen in die Insolvenz. Es folgt ein Insolvenzverfahren, in dessen Verlauf am 20. Juli 2009 der Verkauf der Rosenthal AG an den italienischen Besteckproduzenten Sambonet bekannt wird. Die am 1. August 2009 gegründete Rosenthal GmbH bildet ein eigenständiges Unternehmen des Sambonet-Paderno-Konzerns. Der Sitz bleibt in Selb, Geschäftsführer ist Pierluigi Coppo.
Im Jahr 2013 muss das oberfränkische Unternehmen Arzberg Insolvenz anmelden. Die Rosenthal Sambonet Gruppe kauft die Porzellanmarke und alle damit verbundenen Rechte und die Warenbestände.

 Rosenthal Studio-Häuser

Als Schaufenster des Unternehmens Rosenthal bieten die Studio-Häuser designorientierte Artikel zum Kauf an. Dabei handelt es sich um Produkte aus eigener Hand, aber auch um Marken anderer Herstellen. An vier Standorten finden Sie die Einzelhandelsgeschäfte in Deutschland:
Berlin, Kurfürstendamm 200
Dortmund, Leppingstrasse 21-23
Mannheim, P7, Planken 20-22
München, im Schäfflerhof, Theatinerstrasse 1

Quellen

Rosenthal Unternehmen, www.rosenthal.de/de/cms/unternehmen/das-unternehmen-rosenthal/
Porzellan Selb, www.porzellan-selb.de/geschichte-rosenthal-porzellanfabrik/
Porzellanikon, www.porzellanikon.org/zur-startseite/museen/haus-selb/rosenthal-museum.html
Wikipedia Unternehmen, de.wikipedia.org/wiki/Rosenthal_(Unternehmen),
Wikipedia Rosenthal sen., de.wikipedia.org/wiki/Philip_Rosenthal,
Wikipedia Rosenthal jr., de.wikipedia.org/wiki/Philipp_Rosenthal
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